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Rayydar
Schreibtischgeneral
Beiträge: 7.805
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| 18.06.2006 02:11 |
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Die GEW Hessen will - mal wieder - das Deutschlandlied als Nationalhyme abschaffen.
Zusammenfassung: http://www.jungewelt.de/2006/06-15/029.php
Sehr langer Auszug aus dem GEW-Pamphlet:
http://www.gew.de/Binaries/Binary18640/06_07_WM-Anlage.pdf
Vorweg sei gesagt, dass ich des überschäumenden Nationalismus eher unverdächtig bin und deshalb schon oft genug - auch hier im Forum - verbale Prügel bezogen habe.
Aber selbst mir als 'vaterlandslosem Subjekt', das Nationalhymnen nicht wirklich viel abgewinnen kann, ist diese Aktion schlicht zu albern und sind die Motive zu durchsichtig.
Gleich in der ersten Zeile des PDF (s.o.) wird schon mal klar, dass der Verfasser Marxist ist. Marxisten können nämlich kein Deutsch. "Kritik des Deutschlandliedes"??? Nein, sehr geehrter Alt-68iger, es muss heißen "Kritik am Deutschlandlied"!
Marxisten finden natürlich in unserem Land alles kacke, weil ihre geliebte DDR der Klospülung der Geschichte zum Opfer gefallen ist. Etwas seltsam nur, dass man sich auf dieses Peanuts-Thema stürzt, wenn es doch in der BRD so viele ernsthafte soziale Probleme zu bekämpfen gilt.
Das schlimmste an unserer Nationalhymne scheint also zu sein, dass sie - nur die erste Strophe! - auch im "Dritten Reich" gespielt wurde. So what? Viele Nazis haben auch gerne Schnitzel gegessen - sollen wir deswegen zu Vegetariern werden?
Klar, die erste Strophe passt nicht mehr in die heutige Zeit, obwohl sie Hoffmann von Fallersleben evtl. nicht so imperialistisch gemeint hatte, wie der GEW'ler unterstellt. Die zweite ist angeblich "frauenfeindlich". Hmmm ... ehrlich gesagt kenne ich die gar nicht. 
Aber was zum Kuckuck ist an der dritten Strophe, die in der BRD die einzige offizielle ist, denn so verkehrt??? Wieso stehen 'Einigkeit und Recht und Freiheit' im Gegensatz zum 'Einwanderungsland' und zur 'sozialen Gerechtigkeit'? Das ist doch völlig banane!
OK, auch die dritte Strophe ist ein Loblied auf Deutschland. Aber welche Nationalhymne ist das in bezug auf das eigene Land nicht?
Fazit: Man kann nur hoffen, dass diese Spinner sich auch im zweiten Anlauf (den ersten gab es direkt nach der Wiedervereinigung) nicht durchsetzen. Fehlt nur noch der Vorschlag, die "Internationale" als Nationalhymne einzuführen ...
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Gerd
Oberst d. Fernschreiber
Beiträge: 2.183
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| 18.06.2006 10:40 |
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Da hätte ich eine gute Idee für solch "verdrehte" Leute.
Deutschland sollte in disem Fall für diese zum Auswanderungsland werden!
Dann müßten sie sich nicht mehr mit diesem ach so schlechten Land abplagen. Es wird doch bestimmt noch irgendwo auf der Welt einen geeigneten Platz geben, z.B. eine einsame Insel.
In diesem Fall würde der Rest der Menschheit von solchen Verdummungsaktionen verschont bleiben.
DANKE!
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Rayydar
Schreibtischgeneral
Beiträge: 7.805
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| 18.06.2006 12:13 |
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Quote: Deutschland sollte in disem Fall für diese zum Auswanderungsland werden!
... Es wird doch bestimmt noch irgendwo auf der Welt einen geeigneten Platz geben, z.B. eine einsame Insel.
Tja, die einsamen Inseln für linke Spinner werden rarer und rarer. Aber noch würde sich Cuba anbieten.
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Scipio
Literaturmajor
Beiträge: 1.810
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| 18.06.2006 12:21 |
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Hi,
ich habe mir nicht die Mühe gemacht, mir so einen Text durchzulesen, weil mir allein das Ansinnen schon zu schwachsinnig ist. Aber ich muß Rayy widersprechen:
Quote: Gleich in der ersten Zeile des PDF (s.o.) wird schon mal klar, dass der Verfasser Marxist ist. Marxisten können nämlich kein Deutsch. "Kritik des Deutschlandliedes"??? Nein, sehr geehrter Alt-68iger, es muss heißen "Kritik am Deutschlandlied"!
Der gute Kant hat doch auch ein Buch geschrieben: "Kritik der reinen Vernunft". Deswegen ist der Titel an sich vielleicht altmodisch aber nicht per se falsch.
Trotzdem packe ich mir immer wieder an den Kopf, welche Probleme manche Leute mit Deutschland haben.
Denn, ob man es gut findet oder nicht, kann man einfach feststellen, daß es nur ganz wenige Beispiele in der Geschichte gibt, in denen Multi-Nationalstaaten gelungen sind (Römisches Reich, mit viel gutem Willen die USA). Ansonsten hat es immer Bürgerkriege oder Unterdrückung gegeben. Aber was schreibe ich das Euch, die Internationalen lesen das ja doch nicht...
Gruß
Scipio
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Rayydar
Schreibtischgeneral
Beiträge: 7.805
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| 18.06.2006 16:42 |
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Nun ja, die deutsche Sprache ist ein weites Feld (5 Euros fürs Phrasenschwein). Kant schrieb auch noch 'thun' und 'seyn'. Beides ist heute falsch. Ganz genau ist die "Kritik der ..." unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_der_reinen_Vernunft
#Bedeutung_des_Titels_.E2.80.9EKritik_der_reinen_Vernunft.E2.80.9C
aufgedröselt (Link bitte zusammenpasten).
Jedenfalls ist diese Formulierung:
1. Missverständlich: Wenn 'Kritik des Rezensenten' auch 'Kritik am Rezensenten' bedeuten kann, weiß keiner mehr Bescheid. Und 'Kritik des Rezensenten der Aufführung' kann's ja wohl auch nicht sein.
2. Heutzutage nur noch bei den Jüngern von Charly Marx gebräuchlich.
Ich habe während meines Studiums (Zwangsnebenfach Soziologie) genug von dem Geschwafel gelesen.
Um wieder auf das eigentliche Thema zu kommen:
Ich bin durchaus weiterhin für friedliches Multikulti - aber was hat das mit der Nationalhymne zu tun? In den USA besingen auch zig Millionen Einwanderer aus Mexiko das 'Star Spangled Banner' - demnächst vielleicht sogar auf spanisch. Why not?
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