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Ich habe zufällig gerade die Russenkampagne mit der Originalversion durchgespielt (nach über zwei Jahren PG-Waffenruhe ).
Zuerst mal zu der Überstärke: Nein.
Die Mission, die du meinst, heißt Kanev. Ich hatte da früher auch ähnliche Probleme wie du, aber nun hab ich mir mal dieses 80-seitige PDF-Handbuch durchgelesen (und davon Augenkrebs bekommen) und muss sagen, es hat sich gelohnt.
Wo hast du denn dein Geld in den vorangegangen Missionen investiert? Ich habe aus so manchen gescheiterten Versuchen gelernt, dass man in "Vorstoß nach Berlin" seine Panzerwaff von Beginn an fürsorglich aufpeppeln muss, denn in den ersten drei Missionen muss man mit den T- 34/43 klarkommen und die brauchen unbedingt möglichst viel Erfahrung+Überstärke+Komandanten, um gegen die fiesen Panther und Tiger in Prokhorovka und Kanev bestehen zu können. Also wenn alles nichts hilft, am besten noch mal von vorn beginnen und das Prestige hauptsächlich in Panzer und Panzerabwehr stecken, dann schmerzen die Verluste nachher auch weniger. Auch zwei oder drei Jäger solltest du schon in der ersten Mission kaufen, denn da haben sie kaum Konkurrenz und knnen fleißig trainieren, damit du in Kanev wenigstens ein Patt erreichst (mehr ist mit den russischen Fliegern imho eh nicht nötig).
So und jetzt zu deiner Vorgehensweise auf der Karte: Halte dich auf keinen Fall mit den Verstärkungen im Westen auf, sondern konzentriere dich auf die sichere Mitte und die strategischen Ziele im Süden. Am besten fährst du sofort mit einigen Aufklärern los und sammelst schnell die ganzen Kleckerdörfer ein (in diesem Szenario kann man sich damit über 5000 Prestiepunkte verdienen!). Solltest du später im Westen wieder einige verlieren, ist das nicht weiter schlimm, sondern hat auch noch einen positiven Nebeneffekt. Die Verstärkungen werden versuchen, zuerst die unverteidigten Dörfer einzunehmen bzw. zu verteidigen, wenn deine Späher sich ihnen nähern) , bevor sie sich auf deine Truppen stürzen, die bis dahin längst außer Reichweite sind. Strategische Ziele müssen natürlich auch im Norden verteidigt werden, aber eine normale Infanterie sollte dazu reichen. Es ist hier also okay, die rückwärtigen Räume ungesichert zu lassen, allein wegen der schieren Größe der Karte, um dafür schneller zum Sieg zu kommen.
Deine Vorstoßstrategie finde ich anonsten auch gut so, vielleicht mangelt es ja auch an der Masse deiner Einheiten. Ich konnte das gesamte Dnjeprufer im Westen, Norden und Osten besetzen.
Edit: Äh, Moment mal. Heißt höhere Prozentzahl jetzt mehr Prestige oder weniger? Ich habe die Kampagne auf 200 gespielt und vor Jahren als N00b auf 50.
Diese KV-1 Panzer mag ich nicht so. Ich kaufe nur T-34 und rüste die erfahrensten in der vierten Mission (Leningrad ) zu KV-85 auf. Außerdem spare ich mir Artillerie in den ersten drei Missionen fast komplett, weil so lange Wege zurückzulegen sind und der Gegner keine feste Frontlinie hat, was sich in der zweiten Hälfte der Kampagne wieder ändert. Stattdessen investiere ich da lieber in Panzerabwehr und missbrauche sie als mobile Artilerie, bis sie erfahrn genug für richtige Panzer ist.
Hammer, ich spiele die Kampagne jetzt nochmal auf 50 durch. Außer Kanev wird es überall zu einem glorreichen Sieg kommen (Bin gerade mit vier KV-85 auf voller Erfahrung und drei JS-2 in Vyborg). Also, als kleine Motivation Hasbro: Wenn du Kanev schaffst, unter welchen Verlusten uach immer, hast du die ganze Kampagne schon so gut wie gewonnen !
Sei also mal nicht zu perfektionistisch, drei oder auch fünf vernichtete Kerneinheiten sind auf jeden Fall zu verkraften. Ich habe zB. bewusst den Verlust eines Jägers aus Stalingrad in Kauf genommen, um den Bomber zu zerstören. Mit zwei Jägern war der zu knacken, den einen haben die feindlichen Jäger sofort abgeschossen, den anderen habe ich hinterher verkauft (Jo, du kriegst den vollen Preis wieder, machst also sogar plus, wenn du eine Einheit vorher bis zum letzten Stärkepunkt ausbluten lässt). Danach ist die deutsche Luftwaffe keine allzu große Gefahr mehr. Okay, die Jäger haben zusammen mit der im Hinterland agierenden Aufklärer meine einzige Ari zerstört, aber in Leningrad habe ich mir dafür drei neue und bessere Rohre gekauft.
Oder verkaufe deine Schneckenpanzer und steige total auf T-34 um. Zwei SUs sollten auch zum Pflichtarsenal gehören. Auch ohne Erfahrung können die den Tigern gefährlich werden, vorausgesetzt, sie werden selbst angegriffen oder greifen vor der Bewegung an. Die KI verhält sich übrigens so, dass sie es vermeidet, in Reichweite eines Panzerabwergeschützes ihren Zug zu beenden. Dieses Verhalten lässt sich mit etwas Geschick ausnutzen, um den einen oder anderen Panzer vor der sicheren Zerstörung zu retten. So manche Großkatze ist mir auch schon in die Falle zwischen zwei SUs getreten. Die Deutschen haben außerdem immer Spritmangel und im roten Bereich haben die Panzer nur noch halbe (?) Schlagkraft
Auf jeden Fall muss am Ende der Großteil deiner Schlagkraft auf das südlichste Siegeshexagon konzentriert sein, bevor die massiven Verstärkungen hässliche Dinge mit den angeschlagenen Truppen anstellen, auch wenn dann die Lage in der Kartenmitte zum Katz- und Mausspiel ausartet, was ich sehr unterhaltsam fand. Eine Handvoll Infanterieeinheiten, ein Panzer, ein Aufklärer und eine SU haben sich wacker gegen die anrückenden deutschen Westverstärkungen und die marodierenden Aufklärer im Zentrum gehalten und zum Schluss sogar wieder fast die ganze Kartenmitte (zwischen den beiden Flüssen) kontrolliert.
Bezüglich Einheitenstärker >5. Ich habe in Prokhorovka erstaunt feststellen können, was ein auf Stärke 3 reduzierter erfahrener T-34 mit Kommandant noch ausrichten kann. Vor der letzten Stadt konnte ich meine Einheiten, die eine Stärke >5 hatten, an einer Hand abzählen. Und da stellte sich auch nicht die Frage, ob ich Ersatz holen soll oder nich, denn es gab kein Prestige mehr. Irgendwie konnten die trotzdem schnell noch einen frischen 10er PIV oder Panther, ne Flak und ne verschanzte Wehrmacht (oder Stoßtrupp) zerstören. Vor der StugIII im Osten bin ich allerdings weggerannt und habe ihr die kleinen infanterieeinheiten in der Mitte als Spielzeug gelassen.
Ich habe Berlin letzte Nacht eine Runde nach Verstreichen das Glorreichen Sieges eingenommen. Bin ziemlich sorglos und ohne nachladen (also reload, nicht munitionsnachschub ) mit sechs IS-2, einem KV-85, einer Su-152 und einer Isu-152 (fast alle Erf. Stufe 5 und/oder Kommandant, maximale Überstärke) durchgewalzt. Ein Königstiger war nach zwei Treffern platt, Frankfurt/Oder und das obere Kaff am Nebenfluss sind in der ersten Runde gefallen. Inf und Ari waren bloß Nebendarsteller, um die Bunkeranlagen bei Frankfur zu knacken und sind einfach in der Stadt gblieben, Flugzeuge hatte ich gar keine, ein Prototyp LA-5 wurde verkauft, um mit dem Geld die Panzer aufzurüsten. Zwei billige ZiS ohne Erfahrung haben ausgereicht, die Jäger von den Aris fernzuhalten Mit sechs Bombern dürftest du aber wirklich kaum Probleme haben, die Linien aufzuweichen und die Panzer zu ärgern, um mit den KV-85 (die eigentlich vielseitiger sind als die IS-2 mit 4 Munition ) durchzubrechen. Flak gibt's doch vor Berlin keine ?! Bloß übelst gefährliche Jäger...
Genau, Seelow itself heißt das nördliche Kaff. Das hätte ich mir als Brandenburger eigentlich merken müssen. :
Also falls du meine Ratschläge heute noch benötiigst: Panzer konzentriert (aber nicht alle!) auf Seelow. Im Süden können dir noch zwei Panzer gefährlich werden, wobei du vor oder besser hinter den Seelower Höhen die beiden Keile auch wieder zusammenfügen kannst. Der südliche Keil richtet sich zum Großteil dann auf die nordwestliche Straße, und ein kleinerer Trupp marschiert auf die südwestliche Siegstadt, ömm, an der Spree, glaube ich. Keine Ahnung, wie die jetzt heißt. Hinter der Spree fängt ja bekanntlich Polen an.
Da hab ich auch nochmal eine Frage. Wie unterscheiden sich denn die Prestigeboni zwischen taktischem, normalem und glorreichen Sieg. Kann es den Prestigeverlust bspw. wettmachen, in den ersten Szenarien zu versuchen, möglichst viele gegnerische Einheiten auszuschalten, um Erfahrung zu sammeln ?
So ist es mir in Stalingrad auf deutscher Seite ergangen. Die Stadt im Nordosten wurde nur unter schwachen BEschuss gestellt, während ich im Süden jeden einzelnen T-34 eingekesselt und bis zur Vernichtung beschossen habe, was zwar viel Zeit in Anspruch genommen hat, aber weni Verluste gekostet hat (von den Stammeinheiten nur ein Panzer). Auf der Karte haben nur zwei russische Infanteriedivisionen und zwei Jäger überlebt, dafür musste ich mich mit einem taktischen Sieg zufrieden geben.
Dem Schwierigkeitsgrad nach zu urteilen, gibt es meiner Meinung nach drei Stufen unter den SSI-Kampagnen.
1. Sehr leicht bis leicht: Die Kampagnen der Westalliierten. Quantitative und qualitative Überlegenheit (vor allem Lufthoheit), dazu eher kurze Szenarien.
1. Leicht bis mittel: Guderians Strategie: Von Anfang bis fast zum Ende ansteigender Schwierigkeitsgrad (Höhepunkt Nowgorod). Bei sorgsamer Aufstellung der Stammarmee kann jedoch nichts schiefgehen.
Schwer: Vorstoß nach Berlin und Verteidigung der Heimat. In letzterer bin ich gerade in Caen. Da ich Unternehmen Nordwind und Konrad noch nicht (oder nicht mehr) kenne, kann ich nicht sagen, ob es nun schwieriger als mit den Russen ist. Bis jetzt bin ich aber der Auffassung, dass Prokhorovka und Kanev von Stalingrad und Zitadelle nicht zu toppen sind. Inavsion bei Salerno ist so etwas wie das russische Viipuri. Und natürlich sind Panzer mit Reichweite 2 extrem unfair gegen T-34/43 und KV-1.
Naja, Verteidigung der Heimat wird meine letzte Kampagne mit der Originalversion. Danach probiere ich mal das Adlercorps-Equipment aus. Ein PBEM mit dem RSF E-File läuft schon.
Edit: Noch eine deplatzierte Frage (evt. diesen thread in "allgemeinen-noobs-unterhalten-sich-und-suchen-rat-thread" umbennen). Sie gilt im speziellen für das erwähnte PBEM, aber natürlich auch für jedes Spiel. Wie geht ihr mit der "Zug abbrechen"-Funktion um. Nach drei Zügen schreibt mir gerade mein schwer lädierter Gegner, er meide das komplett und würde das jetzt gerne klären. Ich weiß nicht genau, wie ich darauf antworten soll. Einerseits spielt im PBEM jeder mit den gleichen Mitteln, was eine solche Übereinkunft erträglich macht, anders als gegen die KI, die Einheiten zurück auf Überstärke ersetzen kann, Flugzeuge zweimal pro Runde bewegt (extrem nervig!) und gezielt Einehiten außerhalb ihrer Sichtweite angreift. Andererseits spielt es sich mit dem zurücknehmen generell viel entspannter, weil man nicht jedes mal 20 Werte miteinander vergleichen muss. Das heißt nicht, dass ich diese Fkt. bei jeder Gelegenheit ausnutze, zB. beim Aufklären. Mttlerweile weiß ich auch in etwa ganz gut, in welcher Reihenfolge ich angreifen muss, oder wann sich ein Angriff überhaupt lohnt. Es gibt aber auch immer wieder komplizierte Fälle, in denen es verdammt schwer herauszufinden ist, welche Einheit den meisten Schaden verursacht und die wenigsten Verluste einsteckt, besonders wenn das Einheitenmaximum voll ist und noch zwei Aris den verteidiger unetrstützen. Was meint ihr?
Quote:Versehentliche Züge (wenn z.B. ein Flugzeug selektiert ist und man eine Inf. bewegen wollte) können gecancelt werden, aber zum Scouten / Eruieren von vorauss. Kampfergebnissen sollte man es nicht missbrauchen.
Besonders letzteres liegt mir noch im Blut. Aber ich habe die beiden letzten gespiegelten PBEM-Züge völlig darauf verzichtet und bin damit klargekommen. Die schwerwiegendsten Bewegungszüge lassen sich ohnehin nicht mehr zurücknehmen.
Gegen die KI wird diese Angewohnheit aber sicher noch eine Weile bleiben, weil sich das Spielen spätestens nach der dritten Runde immer unkonzentrierter und unbewusster vollzieht.
Quote:Dass die KI normale Flugzeuge 2mal bewegt, ist mir in 9,5 Jahren PG3 nie aufgefallen. Vielleicht war es ein Aufklärer (vom Typ her oder per Eliteeigenschaft)???
Der Rest stimmt leider.
Das war wohl tatsächlich die Eliteeigenschaft. Ich habe einen Stern neben der Einheit gesehen, aber nicht nachgeschaut. Wie heißt diese Eigenschaft nochmal - Ausgezeichnetes Manöver oder Hochentwickelte Fähigkeiten?
Hehe, nach der schwersten zockst du jetzt also die leichetste Kampagne ?
Naja, reloaden für Prototypen mache ich grundsätzlich nicht. Ich lade höchstens nochmal den letzten Zug, um nochmal möglichst viel Kämpfe zu machen, weil ich manchmal (In Abwehr der Invasion gleich 2x) reflexartig auf das letzte Siegeshexfeld gehe, obwohl rund um meine Todeswalzen noch flüchtende Infanterie und mickrige Schörmäns auf ihre Zerstörung warten.
Wo ich jetzt Verteidigung der Heimat durchhabe, bestätigt sich meine Ansicht, dass die Sowjets anspruchsvoller zu spielen sind, hauptsächlich aufgrund ihrer anfangs absoluten und später teilweisen technischen Unterlegenheit. Die Deutschen hingegen können sogar '45 noch den Luftraum gegen die Alliierten halten, von den Kräftverhältnissen unter den Panzer- und Panzerabwehrwaffen ganz zu schweigen.
Als nächstes fange ich auch mit den Allies an, um mal das Adlerkorps zu testen. Auf jeden Fall nehme ich die Tommies, denn die haben die umwerfenden Dudelsäcke.
Ich glaube nicht, dass sich irgendein PG3-Veteran noch den Soundtrack beim Spielen anhört. Die Walküre macht mich langsam aber sicher wahnsinnig.