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Zitat von 3SatDer Zweite Weltkrieg - Hitlers Blitzkriege
Film von Andreas Novak (aus der ORF-Reihe "Menschen & Mächte") (Erstsendung 1.9.2009)
[kurz] "Polen hat heute Nacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen", verkündet Adolf Hitler am 1. September 1939. Der Zweite Weltkrieg beginnt. - Im September 2009 jährt sich dieser Kriegsbeginn zum 70. Mal. Aus diesem Anlass spannt der Film einen Bogen von der Eroberung Polens 1939 bis zum Feldzug gegen die Sowjetunion im Juni 1941.
[lang] "Polen hat heuteNacht zum ersten Mal auf unserem eigenen Territorium auch mit bereits regulären Soldaten geschossen. Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen", verkündet Adolf Hitler am 1. September 1939. Der Zweite Weltkrieg beginnt mit einer Lüge. Um den Angriffskrieg zum Verteidigungskampf zu manipulieren, muss Polen als Aggressor vorgeführt werden. Hitler, der Politik grundsätzlich und Außenpolitik im Speziellen ausschließlich vom Standpunkt der Unterwerfung betreibt, wird von Frankreich und England, den Siegermächten des Ersten Weltkriegs, erst nach dem Einmarsch in Polen militärischer Widerstand entgegengesetzt. Doch bis dahin ist die Wehrmacht zur besten Kampfmaschine Europas hochgerüstet, ist ein ganzes Volk uniformiert, sind Österreich und das Sudetenland in Blumenkriegen erobert und ist - trotz gegenteiliger Versprechen - auch der Rest der Tschechoslowakei geschluckt. Die schnelle Eroberung europäischer Staaten wie Polen, Norwegen, Frankreich und Griechenland, die binnen weniger Wochen erfolgten Kapitulationen erweckten kurzfristig den Eindruck der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht und ihres obersten Kriegsherrn. Am 1. September 2009 jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 70. Mal, ein von Adolf Hitler entfesselter Krieg, der mit der Eroberung Polens beginnt und 1945 als größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts endet. Der Film von Andreas Novak spannt aus diesem Anlass einen zeitlichen Bogen von der Eroberung Polens ab 1. September 1939 bis zum Beginn des Feldzugs gegen die Sowjetunion im Juni 1941.
Zitat von ArteMittwoch, 18. November 2009 um 21.00 Uhr Wiederholungen: Keine Wiederholungen Sechs Tage Krieg (Frankreich, 2007, 52mn) ARTE F Regie: Ilan Ziv
Der zweiteilige Dokumentarfilm zeigt, dass der israelische Sieg gegen die arabische Allianz im Krieg des Jahres 1967 einen Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens darstellte, dessen Folgen bis heute politisch hochbedeutend sind. Gegenstand des ersten Teils der Dokumentation ist die unmittelbare Vorgeschichte der militärischen Auseinandersetzung mit den beiden Hauptprotagonisten Gamal Abdel Nasser, damaliger ägyptischer Staatspräsident, und dem israelischen Ministerpräsidenten Levi Eschkol. Der zweite Teil beinhaltet die sechs Tage des Krieges und die Niederlage der arabischen Seite. (1): Die Waffen klirren
Lange betrachteten die Israelis den israelisch-arabischen Krieg vom Juni 1967, den sogenannten Sechstagekrieg, als wunderbaren Sieg ihres kleinen Staates über die ihn umzingelnden feindlichen Araberstaaten. Die arabischen Völker dagegen sahen in dem Krieg eine imperialistische Verschwörung, die ihnen eine erniedrigende Niederlage bereitet hatte. Über vier Jahrzehnte später erweist sich der Sechstagekrieg als bedeutsamer Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens. Er leitete das Ende des Panarabismus ein, jenes Traumes von einer vereinten, der Vorherrschaft der Großmächte ledigen arabischen Nation. Mit der Niederlage der arabischen Staaten wurde den Palästinensern bewusst, dass sie vor allem auf sich selbst zählen müssen. Die israelische Besetzung des Westjordanlandes, des arabischen Teils von Jerusalem und die darauf folgende Massenflucht festigten endgültig die nationale Identität der palästinensischen Araber. Daraufhin verstärkten sich in der ganzen Region die fundamental-islamistischen Strömungen. Sie waren die Reaktion auf den im Sechstagekrieg zutage getretenen Einfluss der Militärs und auf das religiöse Erwachen in Israel, das den Krieg begleitete. Der militärische Sieg der Israelis führte in der Folge zu einer dramatischen, ausweglos erscheinenden politischen Situation, unter der die Völker der Region noch heute leiden.
Im Anschluss Teil 2
Zitat von ArteMittwoch, 18. November 2009 um 21.50 Uhr Wiederholungen: Keine Wiederholungen Sechs Tage Krieg (Frankreich, 2007, 52mn) ARTE F Regie: Ilan Ziv
(2): Krieg und Okkupation Lange betrachteten die Israelis den israelisch-arabischen Krieg vom Juni 1967, den so genannten Sechstagekrieg, als wunderbaren Sieg ihres kleinen Staates über die ihn umzingelnden feindlichen Araberstaaten. Die arabischen Völker dagegen sahen in dem Krieg eine imperialistische Verschwörung, die ihnen eine erniedrigende Niederlage bereitet hatte. 40 Jahre später erweist sich der Sechstagekrieg als bedeutsamer Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens. Er leitete das Ende des Panarabismus ein, jenes Traumes von einer vereinten, der Vorherrschaft der Großmächte ledigen arabischen Nation. Mit der Niederlage der arabischen Staaten wurde den Palästinensern bewusst, dass sie vor allem auf sich selbst zählen müssen. Die israelische Besetzung des Westjordanlandes, des arabischen Teils von Jerusalem und die darauf folgende Massenflucht festigten endgültig die nationale Identität der palästinensischen Araber. Daraufhin verstärkten sich in der ganzen Region die fundamental-islamistischen Strömungen. Sie waren die Reaktion auf den im Sechstagekrieg zutage getretenen Einfluss der Militärs und auf das religiöse Erwachen in Israel, das den Krieg begleitete. Der militärische Sieg der Israelis führte in der Folge zu einer dramatischen, ausweglos erscheinenden politischen Situation, unter der die Völker der Region noch heute leiden.
Spielfilm, Deutschland 2001 Clemens Forell...Bernhard Bettermann Dr. Stauffer...Michael Mendl Kamenev...Anatoly Kotenyov Irina...Irina Pantaeva Kathrin...Iris Böhm u.a.
nach dem Roman von: Josef Martin Bauer Regie: Hardy Martins
[kurz] Oberstleutnant Clemens Forell wird 1945 in ein sibirisches Straflager deportiert. Allein der Gedanke an Flucht hält ihn während der auszehrenden Arbeit in den Bleiminen am Leben. Mit Hilfe des an Krebs erkrankten Lagerarztes Dr. Stauffer gelingt Forell schließlich die Flucht. Es folgt eine dreijährige Odyssee durch Asien. - Film nach dem gleichnamigen Tatsachenroman von Josef Martin Bauer.
[lang] Der deutsche Oberstleutnant Clemens Forell wird 1945 von einem russischen Kriegsgericht zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt und zusammen mit 3.000 deutschen Soldaten in ein entlegenes sibirisches Straflager am Kap Deshnev deportiert. Im Gegensatz zu vielen Mitgefangenen kommt Clemens lebend in Sibirien an. Dort, am Ende der Welt und inmitten einer endlosen Eiswüste, sind nicht einmal Wachen nötig, um die Gefangenen an der Flucht zu hindern. Die Funktion des deutschen Lagerarztes Dr. Stauffer beschränkt sich auf das Ausstellen vonTotenscheinen: Denn durch die auszehrende Arbeit in den Bleiminen werden die gefangenen Soldaten langsam vergiftet - falls sie nicht zuvor verhungern. Auch der Arzt selbst ist bereits an Krebs erkrankt und verwirft daher seinen detailliert ausgetüftelten Fluchtplan. Er schenkt Clemens seine heimlich zusammengestellte Ausrüstung, mit der dieser wenigstens eine minimale Chance hat, nach Hause zu kommen. Tatsächlich gelingt Clemens im zweiten Anlauf im Oktober 1949 die Flucht. Verfolgt vom Lagerkommandanten Kamenev beginnt eine drei Jahre währende Odyssee durch die Eiswüsten, Tundren und Wälder Russlands, die nach insgesamt 14.208 Kilometern endet. Zuvor wird der Flüchtling, nachdem er in Teheran den sowjetischen Machtbereich hinter sich gelassen hat, unter Spionageverdacht erneut inhaftiert, kann aber nach Identifizierung durch seinen Onkel 1952 - nach acht Jahren in der Fremde - endlich heimkehren. Josef Martin Bauers 1955 erschienener Tatsachenroman "So weit die Füße tragen" war ein Welterfolg, der den Nerv der Zeit traf und in 15 Sprachen übersetzt wurde. In Hardy Martins' spannender Kinoversion wird der Russlandflüchtling Clemens Forell wieder lebendig.
Zitat von ArteSonntag, 20. Dezember 2009 um 20.15 Uhr Wiederholungen: 23.12.2009 um 15:15 31.12.2009 um 15:30 Der große Diktator (Usa, 1940, 125mn) ARTE F Regie: Charles Chaplin Kamera: Karl Struss Musik: Charles Chaplin, Richard Wagner, Johannes Brahms Darsteller: Billy Gilbert (Herring), Charlie Chaplin (Diktator Hynkel/jüdischer Barbier), Henry Daniell (Garbitsch), Jack Oakie (Diktator Napaloni), Paulette Goddard (Hannah), Reginald Gardiner (Schultz) Autor: Charles Chaplin
Diktator Adenoid Hynkel hat Tomanien in einen Polizeistaat mit Konzentrationslagern und Ghettos für die jüdische Bevölkerung verwandelt. Als der einfache jüdische Friseur Charlie, der dem Diktator wie aus dem Gesicht geschnitten ist, aus einem KZ entkommt und mit Hynkel verwechselt wird, kommt es zu überraschenden Ereignissen. An einem der letzten Kriegstage des Ersten Weltkrieges stürzt Charlie mit einem Flugzeug ab und verliert sein Gedächtnis. Er gerät in ein jüdisches Ghetto des Landes Tomanien, das von dem Diktator Adenoid Hynkel mit Gewalt beherrscht wird. Während Charlie sich mehr schlecht als recht als Friseur durchschlägt und eine Familie gründet, bekommt Diktator Hynkel Probleme. Er plant einen kriegerischen Überfall auf das Nachbarland Austerlich. Doch die benötigten Rüstungsgüter werden immer teurer. Um sich bei einem jüdischen Kapitalisten beliebt zu machen, den er um Geld angehen will, muss Hynkel die Unterdrückung der Juden in seinem Land für ein paar Tage einstellen. Und er hat Erfolg. Der Angriff auf Austerlich kann beginnen. Währenddessen plant sein altgedienter Offizier Schultz ein Attentat auf den Diktator. Durch Zufall gerät Charlie in diese Widerstandsgruppe, weil er Diktator Hynkel zum verwechseln ähnlich sieht. Er wird verhaftet und in ein KZ gebracht. Als Hynkel Besuch von seinem Freund Napaloni bekommt, fällt er bei der Entenjagd in einen See, der just neben dem KZ liegt, aus dem Charlie gerade ausgebrochen ist. Hynkel wird als Ausbrecher aus dem Wasser gezogen und Charlie als Hynkel im Triumph nach Austerlich geleitet. Während seine Freunde verhaftet werden, hält Charlie als Hynkel eine pazifistische Rede. "Der große Diktator" ist Chaplins erster wirklicher Tonfilm. Die Figur Adenoid Hynkel ist eine grotesk ins Neurotische verzerrte Karikatur Adolf Hitlers. In seiner Autobiografie schrieb Chaplin später, dass er den Film nie gemacht hätte, wenn er damals die Wahrheit über die deutschen Konzentrationslager gewusst hätte. Die Politsatire ist ein für die amerikanische Filmproduktion der damaligen Zeit äußerst kritischer und gewagter Film. Nach dem Sieg der Alliierten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde "Der große Diktator" in den USA und England zum Kassenschlager. Gleichzeitig verabschiedete Chaplin mit diesem Film die von ihm ins Leben gerufene Figur des Tramp aus seiner Filmographie. In der Rolle des jüdischen Friseurs blieb er allerdings der Pantomime aus alten Stummfilmtagen treu. Hatte er sich vier Jahre zuvor in "Moderne Zeiten" noch weitgehend der Stilmittel des Stummfilms bedient, so akzeptierte Chaplin mit "Der große Diktator" endgültig den Tonfilm als künstlerisches Medium. Charles Chaplin wurde 1941 in den Kategorien "Beste Hauptrolle", "Bester Film", "Bestes Drehbuch" und "Beste Musik" für den Oscar nominiert, ebenso wie Jack Oakie als bester Nebendarsteller. Die New York Times schreibt über "Der große Diktator": "Wahrlich herausragendes Werk eines wahrlich großen Künstlers und - aus einem bestimmten Blickwinkel - vielleicht der bedeutsamste Film, der je produziert wurde." Und André Simonovicz ergänzt im tip 9/97: "Die Dreharbeiten mussten 1939 auf Druck interessierter Kreise in den USA unterbrochen werden, während der deutsche 'Film-Kurier' Chaplin als Juden Karl Tonstein 'entlarvte'. Chaplin spielt in diesem Klassiker die Doppelrolle des pazifistischen jüdischen Friseurs und des Diktators Hynkel; Letzterer klettert vor Angst einen Vorhang hoch und lässt 3.000 streikende Arbeiter erschießen. Trotz der überlangen Friedensrede zum Schluss brachte Chaplin das zwischen Angst und Aggression oszillierende Wesen des Faschismus auf den Punkt. Und niemand wird Hynkels Tanz mit dem plötzlich zerplatzenden Globus vergessen."