@Paris:
Einigen deiner Ausführungen stimme ich zu. Zum Beispiel sollte man sich selbstverständlich Jeder im Ausland (ob nun Irak oder Luxemburg) zivilisiert benehmen und die dortige Kultur achten.
Allerdings ist es für einen Mitteleueropäer oder Amerikaner sehr schwer, alle Details einer islamischen Kultur zu kennen. Ich hätte z.B. auch nicht gewusst, dass man nicht ohne weiteres aus einem öffentlichen (?) Brunnen trinken darf.
Verletzungen der Regeln geschehen also nicht unbedingt vorsätzlich und sollten daher von den Einheimischen auch nicht gleich mit einem Steinehagel bedacht werden. Das Zauberwort heißt 'Toleranz'.
Und genau die vermisse ich leider
auch bei vielen Muslimen. Einige Beispiele:
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Moscheen: Sind für nichtmuslime ein absolutes tabu.
Warum? Ein Muslim darf eine christliche Kirche betreten. Wie soll ein "Ungläubiger" jemals den Islam verstehen, wenn er ihn sich nicht 'von innen' anschauen darf?
In Deutschland gibt es Moscheen. Warum darf es in manchen islamischen Staaten keine christlichen Kirchen geben?
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Punkt 3: Die USA zählen als ungläubige auch wenn es Muslime in den USA gibt. Für viele ist Bush Jr. Krieg ein Kreuzzug und Kreuzzüge haben vielen Muslimen in der Vergangenheit das Leben gekostet
Warum diese Schwarz-Weiß-Malerei (nicht von dir persönlich, sondern von vielen Muslimen)?
Die Gläubigen (Muslime) sind die Guten, und die 'Ungläubigen' (man sollte sagen:
Andersgläubigen!) die Bösen? Ich finde dieses Weltbild etwas schlicht. Es gibt unter den Muslimen Verbrecher, es gibt unter den Christen Verbrecher, es gibt aber auch in beiden Religionen eine Mehrheit anständiger Leute. Wie kann man den 'Wert' eines Menschen von dessen Religion abhängig machen? Das ist für mich genauso wenig nachvollziehbar und menschenunwürdig wie die NS-Rassentheorie.
Die Kreuzzüge hatten - neben Plünderung - vor allem die 'Befreiung' Jerusalems und gewaltsame Missionierung zum Ziel. Man kann über Bush's Motive streiten, aber die o.g. sind es sicher nicht.
Viel eher mit den Kreuzzügen vergleichbar sind m.E. die Aktivitäten islamistischer Fundamentalisten . Man will Mekka von den 'Ungläubigen' 'befreien' (ist es denn besetzt?), und man will den Islam mittels Terror in der Welt verbreiten.
Der kleine Unterschied:
Die christlichen Kreuzzüge fanden im Mittelalter statt, und die Kirchen verurteilen diese heute. Der islamische "Kreuzzug" ('Halbmondzug' oder wie auch immer) findet heutzutage statt - ein Rückfall ins Mittelalter?
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1991 gab es es die Chance als Araber und USA auf der gleichen Seite waren und als die Irakis sich erhoben. Bush Jr. wird es aber nicht befrieden denn die wenigsten Araber gönnen ihm den Erfolg
Ich stimme teilweise zu: Bush sr. hätte die Sache 1991 durchziehen sollen. Aber sollte ein Frieden nur deshalb nicht möglich sein, weil die meisten Araber Bush jr. keinen Erfolg gönnen? Das wäre kein Ruhmesblatt für die Araber, oder?
Bush jr. hat sich ja immerhin
bemüht, es besser zu machen als ein Vater.
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Das beste wäre man räumt sofort dass Land und überlässt es den Irakern alleine.
Dann gibt es m.E. erst mal einen grauenhaften Bürgerkrieg. Wem würde man die Schuld daran geben? Den USA. Unter Saddam herrschten schließlich 'Ruhe und Ordnung'. Die USA sind halt immer an allem schuld.
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Punkt 5: Wie ist es mit Konflikten ohne Öl? Man sieht keine USA! Egal ob Bosnien, Libanon, Palästina oder Kolumbien usw.?
Sorry, das stimmt so nicht. In Jugoslawien wäre wohl immer noch Milosevic an der Macht, wenn nicht die NATO unter der Führung der USA eingegriffen hätte. In Kolumbien kämpfen Amerikaner gemeinsam mit einheimischen Ordnungskräften gegen die Drogenmafia.
Letzte Frage: möchtest du wirklich, dass die USA auch im Libanon und in Palästina eingreifen?
Persönliche Anmerkung:
Bitte fühl dich
nicht persönlich angegriffen. Ich diskutiere halt gern und versuche zu verstehen, was in anderen Köpfen so vor sich geht. Dazu muss man halt mal nachfragen und Widersprüche aufzeigen.